Am gestrigen Donnerstagabend ging es für 10 Atemschutzgeräteträger zur feuerwehrtechnischen Zentrale nach Preetz in den Brandcontainer.
Die Besonderheit an diesem Container ist, dass es sich hierbei um einen feststoffbefeuerten (Holz) Container handelt und man dort gut die Brand- und Rauchentwicklung bei einem Zimmerbrand mit Temperaturen um die 600 °C (Kopfhöhe 300 °C) nachempfinden kann.
Nach einer Sicherheitsunterweisung und ein wenig theoretischer Auffrischung wurde der Container gemeinsam bestückt und in der Praxis noch einmal die Strahlrohrführung geübt.
Anschließend wurde die persönliche Schutzausrüstung angelegt und die Atemschutzgeräte für den Durchgang fertig gemacht, bevor durch die Ausbilder, der Feuerkorb angezündet wurde.
Im Container ging es darum, die Brandausbreitung hautnah mitzuerleben, sich an die Hitze zu gewöhnen und den Rauch zu lesen, natürlich alles unter der Aufsicht der beiden Ausbilder. Besonders beeindruckend waren die „Tanzende Engel“, wenn Flammen aus dem Rauchgas züngeln, bevor es zum „Knall“, zum Rollover kommt.
Während alle 10 Kameraden im Container saßen, wurden die Positionen immer wieder durchgetauscht, damit jeder Kamerad die Chance hatte, vor dem Brandherd zu sitzen und eine Kühlung der Rauchgase mittels Sprühstößen aus dem Strahlrohr zu üben.
Hierbei darf man nicht vergessen, dass ein richtiger Zimmerbrand mit dem heutigen Mobiliar weitaus höhere Temperaturen entwickeln kann.
Ein intensives Training, das Respekt vor dem Feuer schafft und die Einsatzbereitschaft auf ein neues Level hebt.
Im Oktober werden wir dann im Rauchdurchzündungscontainer arbeiten.
Nach dem Durchgang musste die Schutzkleidung in der richtigen Reihenfolge ausgezogen werden, um eine Dekontamination der Haut mit den giftigen Brandstoffen zu vermeiden.
Zum Abschluss des Abends gab es nach dem Duschen noch ein gemeinsames Abendessen vom Grill.
Bericht: Juschka, P.
Bilder: Murawskij, A.
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